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Chrysanthemen winterhart und spätblühend

Chrysanthemen –  Pflege, Schneiden und Überwinterung

Chrysanthemen sind sehr beliebte Gartenpflanzen. Ursprünglich kommen sie aus Asien, dabei hauptsächlich aus China. Für die Japaner hat die Chrysantheme sogar eine besondere Bedeutung, sie ist das Symbol für das Kaiserhaus und steht daher für den „Adel“. Der Thron wird manchmal auch als Chrysanthementhron bezeichnet.

Für uns hingegen steht die Schönheit der Pflanze mehr im Mittelpunkt. Dabei wird sie nicht nur zur Deko-Zwecken genutzt, sondern auch als biologisches Mittel zur Schädlingsbekämpfung und auch zur Naturheilkunde und in der Medizin.

Die Chrysantheme ist eine ausdauernde Blühpflanze, und kann Wuchshöhen von niedrigen 20cm bis hin zu 150cm. Dabei variiert auch die Blütenfarbe von grün und weiß, über rosa und purpur bis zum einfachen gelb. Chrysanthemen können auch als Zimmerpflanze im Topf genutzt werden, oder auf den Balkon (oder Terrasse) macht sie sich in Kübeln gut.

Dafür gibt es die verschiedensten Züchtungen, die alle in Wuchsform, als auch Blütenfarbe, variieren. Bis heute unterscheidet man zwischen 5000 verschiedenen Sorten. Die meisten Chrysanthemen blühen aber erst im Herbst, es gibt jedoch Züchtungen die sie schon früher blühen lassen.

Die Pflege von Chrysanthemen

Die Pflege ist abhängig davon, ob Sie die Chrysantheme im Garten oder im Haus kultivieren. Die Pflege ist in beiden Fällen nicht sonderlich kompliziert, wir werden uns hier aber überwiegend auf die Gartenchrysantheme beschränken. Für einige Sorten, die nicht ausreichend winterhart sind, und deshalb im Haus gepflegt werden müssen, verfassen noch später einen Beitrag.

Der ideale Standort

Für Chrysanthemen generell gilt, das sie gerne hell stehen, aber es sollte nicht zu heiß sein. Das heißt, so wie bei der Gerbera, dass sie die pralle Mittagssonne nicht vertragen und dabei leicht verbrennen. Ansonsten wird meist auf den kleinen Schildchen, beim Kauf, angegeben was die Chrysantheme besonders bevorzugt.

Es gibt nämlich auch Arten, wie beispielsweise die Chrynsanthemum indicum, die lieber im Halbschatten oder schattigen Plätzen wachsen.
Besonders wichtig ist es, dass die Temperaturen nicht die 25°C Marke übersteigen, das kann sie überhaupt nicht leiden.  Bei sehr langstieligen Arten ist ein windgeschützter Platz wesentliche besser, so können sie nicht umknicken.

Das passende Pflanzsubstrat

Für Chrysanthemen reicht es aus, wenn sie ganz normale Blumen- oder Gartenerde nutzen. Wer ihr jedoch einen Gefallen tun möchte, der nimmt Komposterde die einen hohen Anteil von Humus hat. Die Erde sollte auch gut Wasserdurchlässig sein, sie aber auch speichern können. Sie sollte die Wasserdurchlässigkeit haben damit die Staunässe, worauf die Pflanze sehr empfindlich reagiert, verhindert wird. Wenn ein sehr festes Substrat vorliegt, können sie es mit etwas Sand wieder auflockern.

Einpflanzen der Chrysanthemen

Idealerweise schneidet man Chrysanthemen im Frühjahr, es geht auch bis in den Frühsommer hinein. Das ermöglicht ihnen, dass sie gut anwachsen können und damit für den ersten Winter gewappnet sind. Wer sie  in einen Pflanzenkübel pflanzen möchte, der sollte gleich mehrere Exemplare einpflanzen.

Vor dem Pflanzen sollten sie den Pflanzenballen wässern. Die Chrysanthemen setzen sie dann so tief, wie im Kübel selbst stand hat. Die Erde ringsherum sollte dann gut festgedrückt werden, so bekommt die Pflanze mehr halt, wer die Möglichkeit hat, kann auch einen Stab mit einsetzen

Gießen und Düngen

Für die Pflanze ist ausreichend Wasser ein absolutes Muss! Das ist besonders wichtig bei sonnigen Standorten, oder leichter Erde. Durch genügend Wasser kann die Chrysantheme viele Blüten bilden und auch wesentlich länger halten, Staunässe wiederum ist schädlich, genauso wie eine längere Trockenheit. Ideal machen sich eine Drainage und ein Ablaufloch, wenn doch mal zu viel Wasser da ist.

Dünger sorgt zusätzlich für eine gut entwickelte Blüte und erhöht zusätzlich die Haltbarkeit von denen. Bei Topfpflanzen sollte man entweder Langzeitdünger nutzen, oder normalen Blühpflanzendünger. Dieser wird dann mit dem Gießwasser zugeführt, es genügt über die Sommersaison von Mai bis September. Bei Gartenpflanzen bietet sich Kompost, im Frühjahr, sehr gut an. Sie können auch gelegentlich mit Teichwasser gießen, günstig wäre ein organischer Gemüsedünger.

Chrysanthemen winterhart und spätblühend

Chrysanthemen schneiden sich relativ leicht

Chrysanthemen schneiden

Eigentlich muss man Chrysanthemen nicht wirklich schneiden. Es genügt auch, wenn man nur das Verblühte regelmäßig entfernt. Wer doch schneiden will, sollte das im Herbst tun, nach dem Verblühen der Triebe, dann wird ungefähr eine handbreite über dem Boden abgeschnitten.

Ein Tipp: Chrysanthemen kann man ca. um die Hälfte zurückschneiden, aber auch nur wenn sie um die 50cm hoch sind. Dadurch verbessert sich die Standfestigkeit der Pflanze, die Blüte verzögert sich dabei nur um wenige Tage.

Chrysanthemen überwintern

Es gibt sehr viele Arten von Chrysanthemen die genügend winterhart sind, und damit auch die kalte Jahreszeit im Beet überleben. Wer ein wenig Unterstützung bieten möchte, kann sie auch mit Reisig abdecken. Es gibt aber auch nicht winterharte Arten, diese werden häufig in Kübeln oder Balkonkästen kultiviert. Diese Chrysanthemen sollten entweder sehr gut abgedeckt werden, oder in einen kühlen Raum gebracht werden, beispielsweise dem Keller oder der Garage.

Da es im Handel viel zu viele Chrysanthemen gibt, die auch jeweils einen unterschiedlichen Winterhärtegrad haben, macht es sich besser sie bei einer Staudengärtnerei zu kaufen. Dort kann man sicherlich die richtigen Angaben zur Winterhärte erhalten. Sie sollten bedenken das alle Hybriden der Chrysantheme nicht winterhart sind.

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Chrysanthemen kaufen oder selber vermehren?

Chrysanthemen vermehren

Da Chrysanthemen super billig zu kaufen sind, lohnt sich eine Vermehrung meist nicht. Doch wer etwas Zeit hat kann sich gerne damit beschäftigen, denn es ist nicht unbedingt schwer. Für die Vermehrung nutzt man Kopfstecklinge.

Die Stecklinge sollten vor der Knospenbildung abgeschnitten werden. Sie können dann auf ca. 10cm zurrechtgeschnitten werden. Zum Anpflanzen macht sich Anzuchterde sehr gut, nutzen sie dafür eine Schale, über diese Schale wird dann eine Plastiktüte gespannt. Damit Schimmel vermieden wird sollte täglich einmal gelüftet werden. Der Standort für die Kopfstecklunge sollte auch hell sein, aber wieder keine direkte Mittagssonne, auch die Lufttemperatur sollte keine 20°C übersteigen.

Für eine etwas andere Art der „Zucht“, können Sie auch ein Wasserglas nutzen. Das Wasser muss jedoch fast täglich gewechselt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Chrysanthemen sind eigentlich sehr robuste Pflanzen, dennoch kommt es hin und wieder mal zu einer Blattfleckenkrankheit. Auch Spinnenmilben finden die Pflanze recht ansprechend und setzen dort ihre Gespinste an.

Blattfleckenkrankheit: Diese Erkrankung wird durch Pilze ausgelöst. Sie ist leicht erkennbar an den hellen oder bräunlichen Flecken auf den Blättern. Spritzungen mit Acker-Schachtelhalm-Tee können super dagegen wirken, denn sie stärken die Pflanze und beugen dementsprechend vor. Falls einige Blätter befallen sind, einfach abzupfen und entsorgen.

Spinnenmilben: Erkennbar sind sie an den Gespinsten unterhalb des Blattes. Vertreiben können sie diese mit Raubmilben, oder mit Spritzungen auf Pyrethrum-Basis.

Tipp am Rande

Es ist zwar wahr, dass man die Blüten der Chrysantheme essen kann, jedoch sollten Sie die Finger von den gekauften Chrysanthemen lassen. Diese wurden oft mit Pestiziden o.ä. behandelt. Besser ist es, wenn sie sich die Samen von Speise-Chrysanthemen kaufen und diese aussäen. Bei dieser Art sind die Blüten, und sogar die Blätter essbar.

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