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Gräser im Garten

Gräser im Garten

Ziergräser im Garten

Gestaltung und Bepflanzung eines Gräserbeetes

Bunte Blumenbeete mit Einjährigen oder prachtvoll blühenden Stauden, Zierbüsche und Rosenrabatten sind im Garten ein durch und durch vertrauter Anblick – doch der echte Gartenfreund hat immer auch den Wunsch, neue Wege zu beschreiten und den geliebten Garten von Zeit zu Zeit in frischem Design erstrahlen zu lassen. Hier bieten sich Ziergräser in allen möglichen Spielarten an, um einmal etwas ganz anderes aus zu probieren und sich ein naturnahes Flair vor die Haustür zu holen.

Allgemeines

Gräser stellen zu allen Jahreszeiten einen attraktiven Blickfang im Garten dar. Im Frühjahr besticht ihr zartes Grün, das sich im Sommer immer dunkler färbt. Dann erscheint oft eine Fülle filigran wirkender Blütenstände, die einen prächtigen Schmuck im Garten darstellen. Wenn sie sich leise im Wind hin und her wiegen, hat man den Eindruck, tief in der Natur zu sein – in der Steppe, im Moor oder am Rand eines stillen Weihers. Manch einer mag sich sogar in ein Ferienhaus in der Toskana oder in die Unterkunft auf Sylt versetzt fühlen – je nach Art der Gräser.

Streichelzart sind die Blütenschweife von Flaschenbürsten- oder Lampenputzergras, die sich im Herbst und Winter bei entsprechender Witterung malerisch mit Raureif oder Raueis überziehen. Im Herbst bietet sich die Gräserpracht wieder ganz anders dar: Beherrschende Farbtöne sind jetzt warme Braun- und Rottöne, die gut mit den noch grünen Rasenflächen harmonieren.

Überlegungen

Wer sich entscheidet, Gräser im Garten zu pflanzen, sollte zuerst überlegen, ob er das Gras als solitären Blickfang einsetzen oder ein Gräserbeet mit verschiedenen Arten anlegen möchte. Als Solitär, beispielsweise als Unterbrechung einer Rasenfläche, eignen sich insbesondere hochwüchsige Arten, die in Einzelstellung am besten zur Geltung kommen. Hierfür bietet sich beispielsweise das wuchsfreudige Chinaschilf oder auch Pampasgras oder Riesenfedergras an.

Welcher Standort eignet sich am Besten?

Möchte man dagegen ein ganzes Beet mit Gräsern gestalten, empfehlen sich niedriger wachsende Arten wie beispielsweise Blauschwingel, dessen stahlblaue Halme noch dazu interessante Farbkontraste setzen. Bei der Auswahl der geeigneten Gräser muss natürlich auch der Standort Berücksichtigung finden: Soll das Gräserbeet in einer eher schattigen Ecke oder an einem vollsonnigen Platz angelegt werden? Generell findet man in der Natur und demzufolge auch im Handel Gräser für alle Standorte. Steppenbewohner wie Rutenhirse oder Blaustrahlhafer lieben die Sonne und trockene Böden; Seggen und Hainsimsen bevorzugen dagegen in der Regel schattige Standorte mit entsprechender Feuchtigkeit.

Gräser im Garten

Auswahl der Gräser

Hat man den Standort für das Gräserbeet festgelegt, sollte man beim Kauf aber nicht nur auf die Standortansprüche der Gräser, sondern auch auf deren Höhe, Farbe und Wuchsform achten, damit sich das Ensemble möglichst gut ergänzt. Niedrige, kompakt wachsende Gräser gehören an den Rand des Beetes, höhere Vertreter dagegen an den hinteren Rand oder – bei einem von allen Seiten zugänglichen Beet – in die Mitte.

Einpflanzen sollte man die Gräser im Idealfall im Frühjahr, dann entwickeln sich die Pflanzen am besten. Im Winter sollte man das Gräserbeet möglichst in Ruhe lassen und weder Blätter noch Blütenhalme entfernen, da diese die Gräser vor Nässe und Fäulnis schützen. Allenfalls kann man die Halme vorsichtig zusammendrehen und dann festbinden, um zu vermeiden, dass die Regennässe allzu tief eindringt.

Die Vorbereitung des Bodens

Was die Bodenvorbereitung und Düngung angeht, sind die meisten Gräser relativ anspruchslos. Dies gilt auch für die Pflege, allerdings sollte man die meisten Gräser im Frühjahr kräftig zurückschneiden. Wer diese Arbeit scheut, wählt von vornherein niedrige Vertreter wie den Bärenfellschwingel, der ohne Schnitt auskommt und überdies auch im Winter grün bleibt. Probleme bereitet allerdings mitunter die Wuchsfreudigkeit mancher Gräser, die sich stärker ausbreiten können, als es gewünscht ist. Hier heißt es, der Üppigkeit rechtzeitig Paroli zu bieten und die Ränder des Beetes immer wieder mit dem Spaten sauber abzustechen.

Wildwuchs der Gräser vorbeugen

Dieses Problem kann man vermeiden, indem man sich schon beim Pflanzenkauf auf Arten konzentriert, die ein nur gemäßigtes Breitenwachstum zeigen. Eine gute Idee ist es auch, gleich beim Einsetzen der Gräser eine Rhizomsperre anzulegen, damit sich die Wurzeln nicht ungehindert im Garten ausbreiten können. Dies klingt komplizierter, als es ist: Gute Dienste als Rhizomsperre leistet beispielsweise ein alter Eimer, aus dem der Boden herausgeschnitten wurde.

Setzt man diesen Plastikring beim Pflanzen gleich mit ein, können sich die Wurzeln nicht mehr zur Seite ausbreiten – eine Maßnahme, die vielleicht bei der Anlage des Beetes ein wenig aufwändig erscheint, sich jedoch im Lauf der Zeit in Form einer deutlichen Arbeitsersparnis auswirkt. In jedem Fall lohnt es sich, mit Gräsern zu experimentieren – viele Hobbygärtner beginnen mit einem Gras in Einzelstellung (Solitär), um sich dann an komplexere Arrangements im Garten zu wagen.

Bekanntheit

Als Zierpflanze sind die Gräser vielfach noch sehr ungewohnt, mit Ausnahme vom Pampasgras. Nach und nach entdecken aber die Gärtner die zarten Pflanzen mit dem vielfältigen Erscheinungsbild. Deshalb kommen sie immer mehr in den Mittelpunkt. Es ist doch etwas wunderschönes, Ein blühendes Gräserbeet im Garten zu haben, welches mit Stauden noch aufgepeppt werden kann. Sie eignen sich auch sehr gut für die Terrasse oder den Balkon. Hierzu werden sie in einen geeigneten Topf gepflanzt.

Erscheinungsbild Chinaschilf-Zebragras

Gräser sind für den Garten eine optische Bereicherung, durch die sanften Farben der Blätter aber besonders der Blüten (Rispen) beleben sie das Allgemeinbild enorm. Eine Besonderheit ist das wiegen im Wind. Dadurch bekommen wir einen lebendigen und bewegten Garten. Gerade im Herbst, wenn viele Gräser in voller Blüte stehen und der Herbstwind sie sanft schwingen lässt, kommt ihre Schönheit so richtig zur Geltung.

Schon getrocknete Pflanzen vervollkommnen das Bild durch ihre in allen Brauntönen gefärbten Blätter. Gräser die im Herbst nicht abgeschnitten wurden wirken mit Raureif bedeckt wie elfenartige Gebilde die verzaubernd, ja manchmal sogar etwas gruselig und mystisch wirken. Auch mit Schnee bedeckte Gräser bringen etwas Abwechslung in den tristen Garten im Winter.

Gruppen

Bei den Ziergräsern unterscheiden wir in zwei Gruppen. Da sind als erstes die Steppengräser. Diese benötigen einen absoluten Sonnenlatz im Garten. Auch sollten diese nicht zu eng gesetzt werden, sie benötigen den Platz um sich auszubreiten. Es gibt sie in allen Wuchshöhen, aber die Großen bis Riesengräser sind natürlich sehr auffällig. Das Pampasgras (Cortaderia selloana) ist wohl das bekannteste.

Dieses gibt es bei guten Gärtnern schon in drei verschiedenen Farben. Das Zebragras (Miscanthus sinenesis Zebrinus) ist ein wunderschönes Gras, es wird bis zu 2 Meter hoch und ist super geeignet als Dekoration in Blumensträußen für unsere Vasen. So bekommen wir auch Abwechslung ins Haus. Die zweite Gruppe sind die Waldgräser. Dies gedeihen im Halbschatten, aber auch im Schatten, also unter Bäumen sehr gut.

Sie vertragen es, wenn sie eng gesetzt werden, aber Vorsicht, wachsen sie durcheinander dann haben sie nicht mehr diesen eigenen Flair, sondern wirken wie eine wilde Grasfläche.

Lampenputzergras Wuchsformen

Da sind einmal die borstig wachsenden Gräser zum Beispiel die Schwingel (Festuca). Die überhängenden Gräser wie zum Beispiel das Federborstengras (Pennisetum) werden sehr gerne gesetzt um harte Übergänge vom Pflaster oder Rasen zu vermeiden. Letzte Hauptkategorie sind die straff und aufrecht stehenden Gräser wie zum Beispiel das Reitgras (Calamagrostis). Unzählige Sorten gibt es aber auch als Mischformen. Dann unterscheiden wir auch noch in der Form des Blütenstandes. Da haben wir einmal die kompakten Ährenrispen wie zum Beispiel beim Getreide. Die Gräser an Wegrändern haben meist reine Rispen. Auch hier gibt es Mischformen.

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