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Misteln

Misteln sind Halbschmarotzer, die auf Bäumen oder Sträuchern wachsen und erst im Winter, wenn die Bäume kahl sind, so richtig zu sehen sind.

Die Weißbeerige Mistel (Viscum album) ist immergrün und sitzt auf den Ästen von Laubbäumen aus denen sie ihre Nahrung zieht. Die Pflanze aus der Familie der Sandelholzgewächse ist eine der wenigen parasitisch lebenden Pflanzen in Europa. Die kugligen Mistelbüsche können einen Durchmesser von bis zu einem Meter erreichen. Die weißen einsamigen Scheinbeeren haben ein schleimiges Fruchtfleisch und werden meist von Vögeln gefressen, die so auch die Samen verbreiten. Die Mistel blüht zwischen Januar und April.

Schon zur Zeit der Druiden war die Mistel eine magische Pflanze, die mit Goldsicheln geerntet wurde und nicht auf den Boden fallen durfte, wenn sie ihre besondere Wirkung behalten sollte.  Aber auch der griechische Arzt Hippokrates hat die Mistel bereits als Heilpflanze verwendet. Noch heute wird sie gerne an Haustüren gehängt oder zu Weihnachten ins Haus. Es heißt, dass wer sich unter Misteln küsst, ein glückliches Liebespaar wird. Bekannt ist die Mistel im Volksmund auch als Hexenbesen, Hexennest, Donarbesen, Drudenfuß, Wintergrün oder Vogelkraut.

Noch heute wird die Mistel gegen Bluthochdruck und Krebs eingesetzt, sie wirkt aber unter anderem auch beruhigend, blutstillend und entzündungshemmend. Allerdings sollte man beachten, dass Blätter und Stängel der Mistel giftig sind. Nicht nur für Menschen, sondern auch für Haustiere.

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