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Pflanzen richtig düngen - Informatives über Produkte, Mengen und Zeitplanung

Pflanzen richtig düngen – Informatives über Produkte, Mengen und Zeitplanung

Pflanzen benötigen Nährstoffe für ein gesundes Wachstum. Die Vermeidung von einem Nährstoffmangel ist dabei gleichermaßen wichtig, wie die einer Überdüngung. Schließlich kann ein Übermaß an gewissen Substanzen ebenso Schaden anrichten. Der folgende Beitrag geht auf Produkte, Mengen und Zeiten für eine sachgemäße Düngung ein.

Zu hohe Phosphat- und Kaliumanteile

Die Böden in Deutschland sind vielerorts übersättigt. Besonders hoch ist der Anteil an Phosphat und Kalium. Ein Übermaß an Phosphat hat den Nachteil, dass der Transport von weiteren entscheidenden Nähstoffen, darunter Kalzium, Mangan und Eisen, behindert wird. Das wirkt sich negativ auf das Pflanzenwachstum aus. Das Problem ist, dass sich Phosphor im Boden anreichert und nicht durch Regen ausgewaschen wird. Deshalb steigt der Anteil bei übertriebener Düngung rasant.

Um herauszufinden, ob der Boden überdüngt ist, sollten Gartenbesitzer alle drei Jahre eine Bodenanalyse durchführen lassen. Anhand der Ergebnisse können Nährstoffe angemessen zugeführt werden. In der Regel geben Experten aus dem Labor zusätzlich Empfehlungen zum Düngen, um Gartenbesitzern das weitere Vorgehen zu erleichtern. Informationen dazu, wer derartige Analysen durchführt, erhalten Gartenbesitzer bei der zuständigen Landwirtschaftsbehörde.

Generell gilt: Je dunkler ein Gartenboden ist, desto mehr Nährstoffe enthält er. Die Auswahl von Düngemitteln und Mengen kann aber nur dann bedarfsgerecht erfolgen, wenn geklärt wurde, was dem Boden konkret fehlt.

Bevor die verschiedenen Pflanzen und dessen Düngebedarf thematisiert wird, hier zunächst eine Liste mit zentralen Nährstoffen und dessen Wirkung:

Stickstoff (N) Fördert das Wachstum von Blättern und Trieben.
Phosphor (P) Wirkt sich günstig auf Blätter und Wurzelwachstum aus. Ernte bei Gemüse- und Obstpflanzen steigt.
Kalium (K) Trägt zur Stärkung von pflanzlichem Gewebe bei. Die Widerstandsfähigkeit gegenüber Schädlingen und Krankheiten wird optimiert.
Magnesium (Mg) Erhöht die Bildung von Blattgrün. Alterungsprozess wird gehemmt.

Sogenannte Volldünger, auch als NPK-Dünger bekannt, enthalten Stickstoff, Phosphor und Kalium. Da die Zusammensetzung von Dünger aber nicht allen Pflanzen automatisch guttut, ist es wichtig den Nährstoffbedarf zu kennen und auch die Beschaffenheit der Böden in die Entscheidung einzubeziehen.

Rasen richtig düngen

Rasenmähen ist für das gesunde Wachstum von Gras wichtig, entzieht den Pflanzen aber Nährstoffe. Während viele Gartenpflanzen mit Kompost gedüngt werden können, benötigt Rasen speziellen mineralischen oder organischen Dünger. Der Bedarf an Stickstoff und Kalium ist besonders hoch. Grundsätzlich sind bei Rasen Langzeitdünger Flüssigdüngern vorzuziehen. Die Effizienz von Flüssigdüngern lässt zu wünschen übrig.

Sie versickern relativ schnell im Grundwasser, die Graspflanze profitiert nur kurzzeitig von den Inhaltsstoffen. Langzeitdünger wirken hingegen über mehrere Wochen oder gar Monate, wodurch die Pflanzengesundheit deutlich gesteigert wird. Ein Onlineportal hat Rasendünger im Warenvergleich gegenübergestellt und ein Produkt von Compo als Vergleichssieger ermittelt.

Es handelt sich um einen feinkörnigen Langzeitdünger für alle Grünflächen, der bis zu drei Monate nährt und sich optimal zum Düngen vor dem Winter eignet. Ergänzend wurden im Ratgeberteil des Produktvergleichs die Vor- und Nachteile von mineralischen und organischen Düngemitteln sowie Kombinationen und Rasenpflaster arrangiert, um die Kaufentscheidung zu erleichtern.

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Rasen sollte dreimal jährlich gedüngt werden. Im Idealfall jeweils einmal im Frühjahr, Hochsommer und Spätsommer. Sechs Tipps zum Ausbringen von Rasendünger haben wir separat erläutert.

Dünger bei niedrigem pH-Wert

Es gibt Pflanzen, die einen niedrigen pH-Wert zwischen 4,5 und 5,5 benötigen, um uneingeschränkt zu gedeihen. Man spricht auch von saurem Boden. Sobald der pH-Wert 6 übersteigt, verfärben sich die Blätter, die Blüten verringern sich und das Wachstum lässt insgesamt nach. Das betrifft unter anderem:

  • Heidelbeeren
  • Sommerheide
  • Berglorbeer
  • Prachtglocke
  • Besenheide
  • Rhododendron
  • Torfmyrten

Pflanzen richtig düngen - Informatives über Produkte, Mengen und ZeitplanungFür solche Pflanzen wäre das regelmäßige Düngen mit Kompost beispielsweise weniger vorteilhaft, weil der natürliche Dünger viel Kalzium enthält. Hier sind Hornspäne, die im Herbst aufgetragen werden, sowie Hornmehl für die Dünung im Frühjahr die bessere Wahl. Beides enthält ausschließlich Stickstoff, ein zentraler Nährstoff für starke Triebe und sattgrüne Blätter.

Damit das Material ausreichend in den Untergrund eindringen und zu den Wurzeln vordringen kann, wird die Mulchschicht vor dem Düngen großzügig entfernt. Anschließend Hornspäne beziehungsweise Hornmehl an die Pflanze geben und die Mulchschicht darüber verteilen. Pro Pflanze genügen in der Regel ein paar Hände voll Dünger.

Moorbeetpflanzen, wie Rhododendron, vertragen keinen Kompost!

Dünger für Starkzehrer

Unter Starkzehrern versteht man Nutzpflanzen mit erhöhtem Stickstoffbedarf. Dazu zählen Kartoffeln, Lauch, Mais, Paprika, Kohl und Tomaten. Zum Düngen eignen sich Komposterde und Hornmehl. Alternativ gibt es handelsübliche Spezialdünger für jede Nutzpflanze, die perfekt auf den individuellen Nährstoffbedarf angepasst wurden. Sie versorgen mit allem, was für ein kräftiges Wachstum und eine reiche Ernte nötig ist, ohne eine Überdüngung zu riskieren.

Wichtig ist allerdings, dass die empfohlene Dosierungsanleitung auf den Verpackungen exakt eingehalten wird. Aber: Diese Empfehlungen gelten immer für den Durchschnittsboden. Wer einen besonders nährstoffarmen oder nährstoffreichen Boden im Garten vorfindet, muss die Düngemittelmenge anpassen. Diese Tatsache verdeutlicht erneut, wie wichtig eine Analyse ist.

Tipp: In Baumärkten werden Teststreifen verkauft, um den pH-Wert der Gartenerde zu messen.

Allgemeine Tipps zum Düngen:

  • Gedüngt werden sollte am frühen Morgen, nie bei Sonnenschein.
  • Die ideale Düngeperiode umfasst beim Großteil der Pflanzen ausschließlich die Wachstumsphase, weil eine Ruheperiode ohne wachstumsfördernde Bestandteile ebenfalls wichtig für die Pflanzengesundheit ist. Die Ruhephase ist in der Regel der Winter.
  • Rosen lassen sich mit etwas Kaffeesatz düngen.

Weiterführende Informationen und Tests rund um Dünger wurden hier arrangiert.

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