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Rasendünger im Frühjahr

Rasendünger im Frühjahr

Rasendünger im Frühjahr ausbringen

Rasenpflege ist eine schwierige Aufgabe, gerade wenn die Bedingungen dafür nicht die Besten sind. Zudem führt das Wissen über die richtige Behandlung zum Vermeiden von Fehlern, welche sich später negativ auf den Rasen auswirken können. Erst einmal verursachte Missgeschicke sind schlecht wieder gut zu machen und zudem ein langwieriger Prozess.

Für einen gesunden und dichten Rasen ist eine Regeneration unabdinglich gerade deshalb, weil er durch häufiges Begehen sehr strapaziert wird und deswegen alte und geschwächte Grashalme absterben. Deshalb ist regelmäßiges Wachstum von großer Bedeutung! Den Grundstein dafür legt wiederholendes Mähen. Durch die richtige Behandlung und Pflege wird der Rasen widerstandsfähig und erstrahlt im satten Grün.

Was kann der Freund des Gartens tun, damit der Rasen gut aussieht?

Eine genügende Zugabe von Nährstoffen ist wichtig für die Ernährung des Rasens. Jedoch von Anfang an gemachte Fehler sorgen dafür, dass der Rasen sich nicht so gut entwickeln kann. Auf der sicheren Seite ist man, wenn man seine Bodenqualität testet. Denn Gemüseflächen sind oft überdüngt, Rasenflächen hingegen fehlt es oft an Nährstoffen. Dies kann man aber durch eine geeignete Bodenuntersuchung herausfinden. Resultierend daraus kann man die richtige Behandlung des Bodens vornehmen. Je nachdem wie viele Nährstoffe sich im Boden befinden, hat es Auswirkungen auf das Wachstum des Rasens, denn ein Überangebot an Nährstoffen könnte für den Rasen nachteilig sein.

Diese Überdüngung würde dafür sorgen, dass der Rasen nicht so gut wächst. Gelb aussehende oder gar fehlende Stellen sind die Folge von Verbrennungsschäden. Um ein ideales Wachstum der Gräser zu gewährleisten, muss das Angebot an Nährstoffen und Spurenelementen ausreichend, jedoch aber in einem richtigen Verhältnis, sein. Zu den Nährstoffen zählen unter anderem: Magnesium, Calcium, Kalium, Stickstoff und Phosphor.

Wichtige Spurenelemente hingegen sind: Zink, Eisen Bor, Kupfer, Silizium oder Mangan. Durch den vorher genannten Bodentest lässt sich auch der pH-Wert bestimmen, welcher ebenso für die Düngung entscheidend ist. Um festzustellen, wie es um die Beschaffenheit des Bodens bestellt ist, sollte man alle drei Jahre diesen Test vornehmen.

Vorbereitende Frühjahrs-Rasenpflege

Der Frühling ist der ideale Zeitpunkt für Arbeiten im Garten, damit sich alle Gartenkulturen sowie die Gräser über das Jahr hinweg gut entwickeln. Gerade für den Rasen sind Unkräuter und Moos nicht gerade von Vorteil. Denn sie nehmen den Rasen nicht nur die erforderlichen Nährstoffe, sondern verdrängen den Rasen in seinem Platzbedarf, sodass der Rasen langsamer wächst. Außerdem ist eine mit Unkräutern und Moos übersäte Rasenfläche ein klares Zeichen für Nährstoffarmut in Ihren Boden.

Diese Unkräuter sind mehrblättrige Pflanzen wie Löwenzahn, Klee, Giersch oder Spitzwegerich. Eine intensive Pflege über das Jahr hinweg, vom Düngen über das Wässern bis hin zum Schneiden des Rasens, sorgt für eine Reduzierung dieser ungewollten Gartenkulturen. Moos ist kennzeichnend für zu sauren Boden in Ihren Garten. Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie vor einer Düngung im Frühjahr Ihren Boden Kalken. Der Kalk ändert den pH-Wert des Bodens und somit wird Ihr Boden basischer, was das Moos in seinem Wachstum beeinträchtigt. Folge ist: mehr Platz für den Rasen.

Rasendünger im Frühjahr

Vor dem Rasendüngen den Rasen gut lüften durch vertikutieren

Vertikutieren und Düngen

Nach dem Kalken benötigt der Rasen eine Ruhephase, erst danach sollten Sie weitere Schritte Ihrer Rasenpflege vornehmen. Die Ruhephase sorgt gleichzeitig dafür, dass sich der Kalk gänzlich auflösen kann. Das anschließende Vertikutieren ist der nächste richtige Schritt um erfolgreich einen gesunden Rasen zu bekommen. Hierbei wird das alte Wurzelgeflecht des Rasens, welches sich im Laufe der Zeit kreuz und quer ausbreitet, gerade geschnitten.

Es ist jedoch wichtig, dass Sie beim Vertikutieren nicht zu tief in den Boden eindringen! 3 bis 5 Millimeter sind völlig ausreichend. Sonst kommt es eher zur Beschädigung Ihres Rasens. Weiterhin ist darauf zu achten, dass Sie im Kreuzschnitt vertikutieren. Zusätzlich zu der Wurzelbegradigung werden bereits Moos und Unkraut aus der Rasenfläche entfernt und durch das Einritzen des Bodens gelangt Sauerstoff in den Boden. Ideal ist eine anschließende Rasenlüftung mit einem Rasenlüfter.

Dieser entfernt zum Einen die gelockerten Moos- und Unkrautbestandteile, zum Anderen kommt es zu einer besseren Wasserdurchlässigkeit und die Nährstoffe können effektiver aufgenommen werden. Mittlerweile erhält man heutzutage Kombigeräte, welche Vertikutieren und Lüften in einem Gerät vereinen. Wer aufgrund des Arbeitsaufwands seinen Rasen nicht vertikutieren möchte, der benutzt einen Kombidünger, welcher neben der Düngung Ihres Rasens gleichzeitig das Unkraut vernichtet.

Indessen ist aber auch das Vertikutieren in ca. 2 Wochen nach der Düngung möglich. Nach Meinungen einiger Experten ist es sogar sinnvoll erst nach dem Düngen zu Vertikutieren, da sich durch die Nährstoffzufuhr der Rasen besser und schneller erholen kann, da das Vertikutieren den Rasen sehr stark beansprucht.

Rasen Düngen im Frühjahr

Sind alle Vorarbeiten abgeschlossen, dann verteilen Sie nun den Dünger, idealerweise, mit Hilfe eines Düngerstreuers. Haben Sie im Vorfeld keine Bodenanalyse durchgeführt, dann verwenden Sie eher einen Kombidünger. Er vereint alle nötigen Nährstoffe sowie Spurenelemente in Einem. Dabei sind die Herstellerangaben zu beachten, damit Sie keine Überdüngung vornehmen! Der ideale Zeitpunkt für das Ausbringen des Düngers ist von Ende März bis Mai. Für ein schnelles Eindringen und eine bestmögliche Verteilung des Düngers sind die Zeiten kurz bevor es regnet. Während trockner Perioden empfiehlt es sich, den Rasen am Vorabend zu Wässern und den Dünger am Morgen auszubringen.

Bei der Überlegung, welcher Dünger der Beste ist, gehen die Meinungen weit auseinander. Für Hobbygärtner, welche nicht so viel Erfahrung in der Anwendung von Dünger haben, ist es ratsam Kombidünger oder Langzeitdünger zu verwenden. Auch der Einsatz von feingesiebten Kompost ist möglich. Diese Variante empfiehlt sich aber nur bei kleineren Rasenflächen. Für große Flächen sind eher spezielle Rasendünger geeignet. Hier kann man davon ausgehen, dass der Dünger genau auf die vorhandenen Rasen- und Standortbedingungen ausgelegt ist.

Um eine Überdüngung zu vermeiden ist es wichtig, dass man die Kontrolle darüber behält, welcher Teil der Rasenfläche bereits gedüngt wurde und welcher nicht. Deshalb ist es am besten, wenn man die zu düngende Rasenfläche in einem Arbeitsschritt düngt. Hilfreich ist dafür ein Düngerstreuer. Sicherlich kann das Ausbringen des Düngers auch mit der Hand erfolgen. Diese Methode bedarf jedoch einige Erfahrung, denn der Erfolg einer Düngung ist auch vom gleichmäßigen Ausbringen des Düngers abhängig. Nun ist es wichtig, dass der Rasen eine Zeit lang Ruhe hat. Auch ein Betreten ist nicht ratsam.

Allgemeinwissen über Rasendünger

Dass das Düngen für Ihren Rasen notwendig ist, um eine gutaussehende sattgrüne und dichte Rasenfläche zu erhalten, müsste jetzt jeden bewusst sein, gerade weil die Wetterkapriolen von Jahr zu Jahr extremer werden. Die Regenschauer werden immer heftiger so dass es zu intensiven Bodenauswaschungen kommt und somit die Nährstoffe eher ins Grundwasser gelangen als in die Pflanzen. Die Hitzeperioden werden länger und heißer. Folge ist ein Mangel an Nährstoffen und erhöhte Anfälligkeit der Graspflanzen.

Unsicherheiten, die sich aus der Frage über die Häufigkeit und die Menge des Düngens ergeben, werden durch die Herstellerangaben auf den jeweiligen Produkten genommen. Um zu vermeiden, dass Sie ein falsches Produkt verwenden und es somit zu einer Enttäuschung kommt, da es eine Vielzahl an Düngermischungen verschiedenster Anbieter gibt, ist die „NPK“ Kennzeichnung sehr hilfreich. Bei Rasendünger mit dieser Kennzeichnung handelt es sich in der Regel um Mehrnährstoffdünger, wobei das N für Stickstoff, das P für Phosphor bzw. für Phosphat und das K für Kalium steht. Dies sind die Hauptnährelemente eines Rasendüngers, die der Rasen für ein ideales Wachstum benötigt. Sie werden in Prozentanteile angegeben.

Hier ein Beispiel: auf der Verpackung steht die Kennzeichnung 20-9-11.

Das bedeutet, dass der Dünger

  • 20 % Stickstoff
  • 9 % Phosphor
  • 11 % Kalium

enthält. Desweiteren finden Sie im Dünger Anteile von Schwefel, Calcium, Magnesium und Spurenelemente.

Mit der Kenntnis über Ihre Bodenbeschaffenheit und dem Wissen über die Zusammensetzung des Rasendüngers, fällt es Ihnen einfacher den Rasen hinsichtlich der entsprechenden Bedürfnisse optimal und gleichzeitig umweltgerecht zu düngen.

Rasendünger im Frühjahr
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2 Kommentare

  1. Franziska Burghardt

    Hallo,
    toller Artikel
    Ich sehe das genauso: angemessen dünnen, drauf achten wie schnell der Rasen wächst, manchmal sogar jede 4 Tage mähen. Maximal 1/3 der Halmlänge sollte abgeschnitten werden, bei einem Zierrasen gelten 3cm und bei einem Spielrasen 6cm. Lästiges Umkraut entfernst du am besten mit einem Unkrautstecher, für weitere Tipps kann ich diesen Beitrag empfehlen: derneuemann.net/richtige-rasenpflege/5074

    Gutes Gelingen!

  2. Ich wusste nicht das man so verdammt viel über Rasenpflege wissen muss… Ich bin doch ziemlich froh das bei mir alles super läuft, aber meinem Kumpel hat ihre Seite prima geholfen. Nun ist er wieder happy in einen grüneren Garten schauen zu dürfen. ^^