Ratgeber: Ligusterhecken: Das sollten Sie wissen

Kaum eine Heckenpflanze ist so anpassungsfähig, pflegeleicht und robust wie Liguster. Die Pflanzengattung umfasst über vierzig verschiedene Arten und gehört zu den Ölbaumgewächsen. Liguster haben je nach Sorte eine Wuchshöhe von bis zu fünf Metern. Die weißen bis cremefarbigen Rispenblüten erscheinen im Juni und bilden erbsengroße schwarze Früchte aus.

Welche Sorten gibt es?

In Europa heimisch war ursprünglich nur der gewöhnliche Liguster (Ligustrum vulgare). Die Sorte Atrovirens (Ligustrum vulgare Atrovirens) ist vor allem wegen ihrer wintergrünen Blätter beliebt. Der Ovalblättrige Liguster (Ligustrum ovalifolium) stammt aus Japan, erreicht bis zu drei Meter Höhe, trägt prächtige Blüten und ist wintergrün.

Die Unterart Goldlinguster (Ligustrum ovalifolium Aureum) ist wegen ihrer grünen Blätter mit breitem gelben Rand sehr attraktiv. Ebenfalls zweifarbig, nämlich hellgrün mit cremefarbenem Rand, sind die Blätter des weißbunten japanischen Liguster (Ligustrum japonicum Variegatum). Dieser Liguster-Ratgeber von Fuxtec zeiht Ihnen, welche Bedingungen und Pflege für die Heckenpflanze ideal sind.

Welcher Standort ist ideal?

Liguster sind robust und genügsam. Die meisten Arten bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Nur wenige Sorten können auch im Schatten gepflanzt werden. Je dunkler der Standort ist, desto länger wird es dauern, eine blickdichte Hecke zu erhalten.

Nicht zu nasse Lehm- oder Tonböden eigenen sich gut für Liguster. Die Heckenpflanze verträgt auch sandigen Boden und einen hohen Anteil an Kalk. Staunässe oder zu lange Trockenperioden sollten vermieden werden. Im Winter reagiert Liguster empfindlich auf kalten Wind. Ein Standort im Windschatten einer Mauer ist zu empfehlen.

Wie wird Liguster geschnitten und gedüngt?

Der Liguster muss regelmäßig geschnitten werden, idealweise vor dem ersten und nach dem letzten Austrieb. Da der austretende Pflanzensaft bei Hautkontakt Ekzeme verursacht, sollten immer Handschuhe und lange Kleidung getragen werden.

Für einen radikalen Rückschnitt ist der Zeitraum von Ende Februar bis Anfang März optimal. Werden die vorhandenen Äste bis auf die Hälfe zurückgeschnitten, wächst die Hecke beim folgenden Austrieb umso kräftiger nach. Der zweite Schnitt im Herbst ist ein leichter Formschnitt. Übrigens: Wer die Hecke öfter schneidet, regt einen kompakteren Wuchs an.

Einer ausgewachsenen Ligusterhecke reicht als Düngung ein wenig Kompost am Fuß. Eine Hecke im Wachstum kann mit organischem Dünger wie Hornspänen oder Hornmehl unterstützt werden. Mineralischer Dünger sollte nur eingesetzt werden, wenn ein klarer Nährstoffmangel vorliegt.

Liguster-Probleme und ihre Lösungen

Wächst Liguster nicht oder verliert er im Frühjahr oder Sommer seine Blätter, kann dies auf zu feuchten oder zu trockenen Boden hindeuten. Zu viel mineralischer Dünger oder Nährstoffmangel sowie eine Pilzerkrankung sollten ebenfalls ausgeschlossen werden. Möglicherweise wurde auch ein zu dunkler Standort gewählt.

Die Blattfleckenkrankheit ist harmlos und auf einen Pilz zurückzuführen. Bei einem starken Befall der Blätter mit braunen oder schwarzen Flecken können die befallenen Triebe und Blätter mit der Heckenschere entfernt werden. Wer einen erneuten Befall vermeiden möchte, trägt den Boden unter der Hecke um ca. 5 cm ab.

Schädlingsbefall kommt bei Liguster selten vor. Sich einrollende und vertrocknende Blätter weisen auf die Ligusterblattlaus hin. Reicht das Absammeln der befallenen Blätter nicht aus, helfen Florfliegen, Marienkäfer oder Gelbtafeln. Die Fraßlöcher in den Blättern verursachen die Larven der Ligusterblattwespe. Die befallenen Blätter sollten umgehend abgeschnitten und entsorgt werden. Befallen hingegen die Larven des Dickmaulrüsslers die Wurzeln der Hecke, ist der Rat eines Fachmanns von Nöten.

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