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Tulpen Pflege

Tulpen Pflege

Tulpen wie pflegen und Hintergrundwissen.

Die rund 150 Tulpenarten und zahlreichen Hybriden gehören zur Familie der Liliengewächse und wurden im mittleren Orient schon über Jahrhunderte kultiviert.

Der Legende nach soll im Jahre 1562 ein flämischer Händler eine Tulpenzwiebel in einem Tuchballen gefunden haben und warf sie auf einen Misthaufen. Ein Hobbybotaniker hat dann zwei Wochen später die voll erblühte Tulpe entdeckt.

Erwiesen ist allerdings nur, dass der Franzose Charles de L’Écluse (Carolus Clusius) sie 1593 in die Niederlande gebracht hat, nachdem er sie von Ogier Ghislain de Busbecq bekommen hat, als dieser für die Gärten des Habsburger Kaisers Ferdinand I. verantwortlich war. L’Écluse wurde zum Präfekten des Hortus Botanicus in Leiden ernannt und pflanzte dort die erste Tulpe, die 1594 blühte.

Allerdings entwickelte sich erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den Niederlanden die gezielte Zucht neuer Sorten.

Heutzutage haben Tulpen nicht nur als Gartenpflanzen sondern ganz besonders auch als Schnittblumen eine groĂźe Bedeutung. In den Niederlanden werden ĂĽber 80 Prozent aller Tulpen produziert.

Je nach Art erreichen die Tulpen eine Wuchshöhe von 10 bis 70 Zentimetern und haben Zwiebeln als Überdauerungsorgane. Die in der Regel zwei bis sechs Laubblätter sind meist grundständig und recht breit. Die meist einzeln stehenden Blüten sind endständig und glocken- bis napfförmig.

Tulpen können über Samen vermehrt werden, was aber lange dauert, oder über Tochterzwiebeln, die im Oktober von der Mutterzwiebel abgetrennt werden können. Man sollte sie dann aber bis November neu setzen, da sie die Kühlphase des Winters brauchen.

Tulpen Besonderheiten

Begebenheiten der Tulpe
Die Tulpe, Lat. Tulipa genannt, ist eine typische Frühlingsblume, die es in fast jeden Garten vorzufinden gibt. Sie ist in der Hinsicht gut, da man sie in vielen Beeten unterbringen kann, da sie sowohl Schatten als auch Sonnenpflanze ist. Die Sonnenbestrahlung ist nur in Hinsicht Wachstum wichtig, also falls sie die Tulpen in einer eher sonnigen Gegend anpflanzen, werden sie Größer als wenn Sie die Tulpen in einem vom Schatten überwucherten Beet anpflanzen.

Eine besondere Eigenschaft bringt die Tulpe ebenfalls mit sich. Ein Großteil der Arten der Tulpe blüht in den meisten Fällen 3 Jahre am Stück, danach sollte sie ausgewechselt werden da die Pflanze sich nicht genügend Regenerieren kann und nach den 3 Jahren nur sehr schwach und kurz oder gar nicht mehr blüht. Die bringt den Vorteil mit sich, dass sich automatisch immer die neusten Züchtungen der Saison in ihren Garten bringen falls sie sich beim Neubepflanzen des Beetes wieder für eine Tulpenart entscheiden. Aus diesem Muster allerdings springen die Gelben und Roten Tulpen heraus.

Sie haben anscheinend einige genetische Unterschiede zu den anderen Tulpenarten, da diese zwei Arten nicht wie die anderen nach ca. 3 Jahren mit dem blühen aufhören sondern konstant jedes Jahr aufs Neue aus der Erde sprießen und blühen. Jetzt kommt natürlich die Frage auf, ob Sie ihr Beet nur mit Roten und Gelben Tulpen bepflanzen wollen, oder ob Sie eine farbige Vielfalt in ihr Beet bringen wollen, um dieses von anderen Beeten zu unterscheiden.

Tulpen haben auch Feinde
Sie stehen auf dem Speiseplan der Wühlmäuse, die leider sehr schwer zu bekämpfen sind, da es nur spezielle Fallen möglich machen sie zu fangen. Schnappfallen sind in dieser Hinsicht nicht zu empfehlen, da die Wühlmaus dieselben Essgewohnheiten wie der Maulwurf vorweist und dieser unter Artenschutz steht, was Ihnen wiederrum ein Problem einbringt, sobald ihre Schnappfalle einen Maulwurf erlegt hat.

Natürlich gibt es extra Pflanzen, die diese Tiere abwehren sollen, doch sind diese vollkommen wirkungslos, da Wühlmäuse und Maulwürfe Abwehrpflanzen einfach umgehen und die häufig als sehr effektiv vorgestellten Plastikkörbe mit dem starken Mundwerk der Wühlmaus und des Maulwurfs einfach zerstört werden. Falls sie einen so starken Maulwurf- und Wühlmausbefall haben, dass kaum eine Zwiebelpflanze in ihrem Garten eine Überlebenschance hat, können sie nur noch auf die Wühlmaus- und Maulwurfresistenten Zwiebelblumen wie Narzissen, auch Narcissus genannt oder die Kaiserkrone, auch Fritillaria imperialis genannt, zurückgreifen. Sie haben fast die gleiche Blühte-Zeit wie Tulpen haben aber den Vorteil das der zwei Wühler auf diese Pflanzenarten nicht eingehen, da diese ihnen anscheinend nicht schmeckt.

Entstehung des Namens der Tulpe
Die Tulpe stammt aus der Gegend des Schwarzen Meers. Die Türken nannten die Tulpe „Tulipan“, was dem Begriff Tülbend ähnlich ist. Tülbend wiederrum ist das türkische Wort für „dulband“, was auf Persisch Turban bedeutet. Das die Tulpe der Ähnlichkeit mit einem Turban nachgesagt wurde, liegt an der Form der Blüte und der Blätter. Vielleicht war die Ähnlichkeit der Tulpe mit dem Turban ein ausschlaggebendes Argument, weshalb die Tulpe in den Osmanischen Ländern so begehrt war und in jeder Parkanlage zu finden war.

Besondere Gattungen
Während der so genannten Tulpomanie im 17. Jh. Waren einige Tulpenarten mehr Wert als Diamanten, sogar so viel wie ein Haus mitten im Amsterdam. Die Tulpensorte“ Semper Augustus“ wurde zeitweise für viereinhalb Tausend Gulden und einer neuen Kutsche mit 2 Pferden verkauft.
Zu damaliger Zeit waren besonders Tulpen in den Farbkombinationen Rot-WeiĂź, Rosa farbig oder lila-weiĂź sehr gefragt, was bei einigen Tulpensammlern zu einer Richtigen Sucht fĂĽhrte.

Die Entwicklung der Tulpe
Tulpen blühen bekanntlich zwischen März und Mai. Doch damit man jedes Jahr erneut hochwertige Blumenzwiebeln erhält, ist es wichtig, dass man die Faktoren der Blumenqualität kennt und diese so beeinflusst, dass die positiv für die Blume sind.

Man kann beispielsweise eine Tulpe im November zum blĂĽhen bekommen, indem man sie einer Temperaturbehandlung unterzieht und somit ihre innere Uhr manipuliert. Dieses Verfahren nennt man Treiben. Um eine Tulpe richtig zu treiben, ist es dringend Notwendig, dass sie den natĂĽrlichen Zyklus der Tulpe verstanden haben, also zum Beispiel wieso sie ihre Tulpenzwiebeln bereits im Herbst pflanzen mĂĽssen, um im FrĂĽhling des kommenden Jahres die blĂĽhte der Tulpe zu sehen ist bei dem Verfahren des Treibens ein wichtiger Aspekt.

Das Stadium G
Das Stadium G ist der Zeitpunkt, zudem die Tulpen-Zwiebel in der Lage ist, eine Blüte zu entwickeln und diese komplett ausreifen lassen kann. Um festzustellen, ob das Stadium G bei einer Zwiebel Art erreicht ist, schneidet man die Zwiebel auf und legt sie unter ein binokulares Mikroskop um die in der Zwiebel vorhandenen Teile der später sichtbaren Blume zum Vorschein zu bringen. Sollten alle Teile bei der Probe vorhanden Sein, wird nun die Temperaturbehandlung eingesetzt, welche bewirkt, dass die Tulpen zu späteren oder früheren Zeitpunkten Blühen.

Tulpen Farben

Die Tulpe ist eine Blume, die in der Blumensprache für Unsicherheit sorgt. Wenn man einen Strauß Tulpen verschenkt, sagen sehr viele Ratgeber der Blumenbedeutung, dass die Aussage zutrifft, dass der Beschenkte zu keinen echten Gefühlen fähig ist. Also sollten Sie einen Tulpenstrauß in einer Beziehung besser nicht verschenken, es sei denn sie wollen dem Beschenkten diese Aussage deutlich machen.

Das Problem der Tulpe ist allerdings das man ihr auch noch eine zweite Aussage zuspricht. Und zwar das man sich mit dem Beschenkten im siebten Himmel fĂĽhlt oder befindet, es wird natĂĽrlich besonders deutlich wenn man genau sieben Tulpen nimmt. Somit ist es immer recht schwierig, die Blumensprache der Tulpe zu interpretieren. Die verborgene Bedeutung der Blumen ist besonders in Europa sehr verbreitet, sodass man fast von einer Blumensprache reden kann.

Neben diesen beiden sehr unterschiedlichen Bedeutungen der Tulpe gibt es auch noch fĂĽr verschiedene Tulpen unterschiedliche Bedeutungen, so sind zum Beispiel die Blau Tulpe ein Zeichen fĂĽr Treue im Leben, die Rosa Tulpe ein Zeichen der Liebe, die Gelbe Tulpe ebenfalls ein Zeichen der Liebe aber eher ein Zeichen der Umschreibung im Sinne von GlĂĽck in der Liebe.

Die Schwarze Tulpe bedeutet Leidenschaft, die Aufopferung für den Anderen, die weiße Tulpe hat die Bedeutung der liebe in der immerwährend eigenen Welt, die Papageientulpe ist ein Zeichen von Freude, also wenn man jemanden nach langer Zeit wiedertrifft, ist die Papageientulpe auch Federtulpe genannt eine perfekte Blume zum verschenken. Eine Bunte Tulpe bedeutet, dass man schöne Augen hat und die Rote Tulpe ist sowie die Rote Rose ein besonderes Zeichen der liebe. In der Blumensprache bedeutet die Rote Tulpe die Liebeserklärung, die Unwiderstehlichkeit zu jemandem.

Somit ist die Tulpe eine Pflanze, die es einem ermöglicht, durch ihre Vielzahl von Farben und Arten, seine Gefühle und Gedanken perfekt Auszudrücken und dem zu Beschenkendem somit zu sagen, was man für einen Fühlt ohne es ihm Wort wörtlich zu sagen.

In der Zeit der Romantik gewann der Ausdruck “Lasst Blumen sprechen” mehr und mehr an Bedeutung.

Tulpen Pflege

Die mit bekanntesten und beliebtesten Pflanzen für den Frühling sind Tulpen. Ihre Pflege ist an sich an sich sehr leicht, wenn man ihre Ansprüche kennt. Die Tulpe sollte in einem voll mit Sonnenschein ausgelasteten Beet gepflanzt werden, welches ihnen viel Wärme und eine trockene Erde verspricht. Die Erde sollte einen pH-Wert von ungefähr 7,0 und einen humosen, tiefgründigen und nährstoffreichen Boden haben.

Zuviel Wasser tut den Tulpen nicht gut deswegen sollten Sie ihre Tulpen nicht allzu sehr wässern. Gedünkt werden sollten sie nicht allzu oft. Desweiteren sollten Sie darauf achten, dass sie nachdem die Blüte verblüht ist, nur die Blühte entfernen. Dies ist wichtig, damit die Tulpe im nächsten Jahr wieder blühen, da Sie die Blätter, die aus der Zwiebel wachsen zur Regeneration der Blumenzwiebel nutzt und ohne diese Blätter nicht mehr in der Lage ist diese so zu Regenerieren, dass sich im nächsten Jahr wieder eine Blüte entwickeln kann.

Wenn Sie vorhaben Ihre Tulpe zu vermehren, dann sollten Sie sich Zeit lassen, da sich die Tulpen erst in einem Zeitraum von 6 Jahren vermehren. Sprich sie teilen ihre Zwiebel. Dies können sie auch selbst machen, indem Sie die Tochterzwiebel von der Hauptzwiebel abtrennen. Allerdings sollten Sie dies erst im Herbst machen, da es sonst Komplikationen geben könnte.

Wenn ihre Tulpen nicht mehr blühen sollten (sprich sie sind Blühfaul), dann sollten sie die Tulpe auspflanzen und durch eine neue ersetzten, da es dem normalen Gärtner nicht möglich ist, herauszufinden, wieso seine Tulpen in der Blühte ausbleiben.

Es gibt aber auch Gartentulpen die jedes Jahr aufs Neue blühen und sich sogar mit Hilfe von Selbstaussät und Brutzwiebeln ohne weitere Hilfe weiterverbreiten. So ist es Ihnen selbst überlassen, ob sie jedes Jahr aufs Neue hoffen, ob ihre Tulpen wieder mit dem Blühen beginnen, oder ob Sie einfach jedes Jahr eine Neuzüchtung ausprobieren, die es Ihnen ermöglicht, eine Artenvielfalt und Farbliche Unterschiede in Ihr Heimisches Blumenbeet zu bringen.

Tulpensorten und Arten

Die Gattung der Tulpe, Lat. Tulipa, gehört zu der Pflanzenfamilie der Liliengewächse, Lat. Liliaceae, und ist in die Einkeimblättrige Pflanzenklasse eingeordnet. Insgesamt gibt es von der Tulpe 150 verschiedene Arten und unzählige Hybride (Die Kreuzungen von verschiedenen Arten). Dies macht die Tulpe zu einer der vielfältigsten Pflanzengattung in Europa.

Die Tulpe wurde in zwei Untergattungen vom Biologen van Raamsdonk gegliedert. Die erste Untergattung Tulipa: Die 1. Sektion Clusianae, 2. Sektion Kolpakowskiana, 3. Sektion Tulipanum mit den beiden Serien Tulipanum und Aureo-fasciatae, 4. Sektion Eichleres mit den Serien Lanatae, Eichleres, Vinistriatae, Undulatae, Luteo-apiculatae, Multiflorae, Spiranthera, Glabrae und die 5. Sektion Tulipa.

Die zweite Untergattung ist die Eriostemones mit den Sektionen Australes, Biflores und Saxatiles. Diese Untergattungen zählen die einzelnen Arten der in der Natur wachsenden Tulpe auf. Tulpen werden häufig in Gewächsenhäusern angepflanzt und sind für die Herstellung von Sträußen und Blumengestecken gedacht. Die Tulpen können so genannte Hybride sein und werden von ihren Züchtern so gezüchtet, dass sie besonders lange Stiele vorweisen können, verschiedene Farbspektren, besonders lange Blühen, bereits sehr früh oder auch erst sehr spät mit dem Blühen beginnen

Desweitern gibt es die Zuchttulpen. Sie werden in 15 Sortengruppen unterteilt:

  • Die 1. Gruppe umfasst die Einfache FrĂĽhe (Hierzu gehören Duc-van-Tol-Tulpen). Sie werden 25-35cm groĂź und blĂĽhen im April.
  • Gefolgt von der 2. Gruppe die GefĂĽllte FrĂĽhe: Sie werden 8-35cm groĂź, und blĂĽhen ebenfalls im April. Ihr besonderes Merkmal ist die bis zu 10cm im Durchmesser groĂźe BlĂĽte.
  • Die 3. Gruppe die Triumph-Tulpen (Hierzu gehören  Einfache FrĂĽhe x Darwin- und Cottage-Tulpen) werden 30-40 selten sogar 50 cm groĂź und blĂĽhen Anfang Mai.
  • In der 4. Gruppe werden die Darwin-Hybriden (Hierzu gehören Darwin-Tulpen mit Tulipa fosteriana). Sie werden 30-70cm groĂź und blĂĽhen von Ende April bis Mitte Mai.
  • Die 5. Gruppe die Einfache Späte (Hierzu gehören die  Darwin- und Cottage-Tulpen. Sie wurden frĂĽher in einer getrennt in 2 eigenen Gruppen gefĂĽhrt) wird 40-70cm groĂź und blĂĽht im Mai.
  • Die 6. Gruppe die LilienblĂĽtige wird 30-50 cm groĂź und blĂĽht Anfang Mai.
  • Die 7. Gruppe Gefransten Tulpen. Ihr besonderes Merkmal sind die gezackten/gefransten BlĂĽtenhĂĽllblätter.
  • Die 8. Gruppe die Viridflora (Hierzu gehören die GrĂĽnblĂĽtigen) wachsen 25-60 cm hoch.
  • In der 9. Gruppe die Rembrandt-Tulpen blĂĽhen von Mitte bis Ende Mai. Ihr besonderes Merkmal sind die Streifen- und Fleckenmuster.
  • Die 10. Gruppe mit den Papageien-Tulpen wird 20-60 cm groĂź und weist sehr groĂźe BlĂĽten auf.
  • In der 11. Gruppe die GefĂĽllte Späte wird 40-60cm groĂź und blĂĽht Mitte Mai.
  • Die 12. Gruppe die Kaufmanniana-Tulpe wird 10-25 cm groĂź und blĂĽht im März. Besondere Merkmale sind die glockige Form der BlĂĽten.
  • Die 13. Gruppe mit der Fosteriana Tulpe wird 20-30 cm. Besonders auffällig bei dieser Pflanze sind die 15cm langen BlĂĽten mit den ca. 30Ă—15cm groĂźen Blättern.
  • Die 14. Gruppe die Greigii-Tulpe wird etwa 20-30cm groĂź und blĂĽht im April.
  • Und die 15. Gruppe in der alle die Tulpen zusammengefasst sind, die in keiner anderen Gruppe Untergebracht werden können.
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