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Grasmilben bekämpfen – den Plagegeistern den Kampf ansagen

Neudorff Zecken- und Grasmilben Konzentrat

Neudorff Zecken- und Grasmilben Konzentrat
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GESAMTURTEIL

8/10

    Vorteile

    • Markenprodukt aus Deutschland
    • gegen Zecken-, Gras- und Herbstmilben
    • leicht dosierbar
    • am besten mit Sprüher verteilen
    • viele positive Kunden Bewertungen

    Nachteile

    • keine bekannt
    Grasmilben bekämpfen - den Plagegeistern den Kampf ansagen

    Grasmilben rechtzeitig bekämpfen bevor sie zur Plage werden

    Grasmilben können zu Tausenden auftreten. Sie verursachen mit ihren Bissen rötliche Pusteln auf der Haut, und diese jucken auch nach Tagen immer noch.

    Hier geben wir ihnen einige Tipps um die kleinen Beißer zu bekämpfen.

    Je kleiner die Tiere desto höher die Zahl und desto schwieriger sie wieder los zu werden. Genauso gestalten sich häufig die Schädlingsbekämpfungen. Um sich auch gegen die brennenden Grasmilbenbisse zu wehren, muss man erst einmal verstehen wie die Grasmilben Leben, und wie ihr Organismus funktioniert.

    Das Problem: Grasmilben gehören zu der sehr artenreichen Klasse der Spinnentiere, von denen sind etwa 20.000 erforscht. Einige Milben sind Allesfresser, andere sind Pflanzenfresser und andere wiederum sind als Räuber oder Parasiten unterwegs.

    Die Grasmilbe zählt zu den Laufmilben, von denen es wiederum 1000 Arten gibt. Bei Grasmilben, deren Biss richtigen Juckreiz auslösen, handelt es sich eigentlich um Erntemilben. Die richtige Grasmilbe ist nochmals kleiner und ihr Biss löst auch einen nicht so starken Juckreiz aus.

    Beide Grasmilben sind eigentlich wärmeliebend, doch zurzeit findet man sie sogar in ganz Mitteleuropa. Regionen in Deutschland wären das Rheinland, Bayern und Hessen. Ihre Verbreitung variiert dabei sehr heftig. Wenn die Grasmilben aber erst mal Fuß gefasst haben, dann wird es sehr schwierig sie auch wieder los zu werden. Sie werden häufig von Tieren mitgebracht, oder von neu gelieferter Muttererden angeschleppt.

    Eine Plage für Mensch & Tier

    Witterungsbedingt schlüpfen die Grasmilben im Juni oder Juli, dann leben sie als Larven sehr passiv. Als Parasit, setzen sie sich an die Spitze eines Blattes oder Grashalmes und warten dort bis ein geeigneter Wirt vorbeiläuft, so wie eine Zecke. Wenn die Grasmilbe auf den Wirt gelangt ist, sucht sie sich eine gute „Anzapfstelle“. Das sind meist Hautfalten oder sehr dünne, feuchte Hautpartien. Bei Haustieren können das Pfoten, Ohren oder Hals sein. Der Mensch da etwas mehr Vielfalt, die Grasmilbe kann sie hier an Knöchel, Kniekehlen, Achselhöhlen oder dem Lendenbereich ansiedeln.

    Wenn die Grasmilbe zubeißt, sondert sie dabei ein Speichelsekret ab, welcher den Juckreiz auslöst. Das merkt man oft erst 24 Stunden nach dem Biss. Den Biss selbst spürt man nicht, denn die Grasmilbe dringt nur wenige Millimeter in die Haut ein, denn sie will kein Blut. Die Tiere ernähren sich von dem Zellsaft und der Lymphflüssigkeit.

    Wie sehen Grasmilbenstiche aus?

    Im Gegensatz zu einem Mückenstich, der nach kurzer Zeit schon vergessen ist, bleibt der Juckreiz bei der Grasmilbe oft eine Woche lang. Beim Kratzen können auch noch allergische Reaktionen den Juckreiz verlängern oder verschlimmern. Um dem Juckreiz etwas entgegenzuwirken, kann der Biss mit 70-prozentigem Alkohol betupft werden, das reinigt die Haut und kann eventuell die Grasmilbe noch töten. Danach kann noch ein Gel aufgetragen werden, wie Fenistil o.ä. Auch Zwiebelsaft lindert den Juckreiz.

    Wenn die Grasmilben noch im Larvenstadium sind, sind sie praktisch unsichtbar, da sie gerade mal eine Größe von 0,2 bis 0,3mm erreichen. Um zu prüfen das sich Grasmilben in Ihrem Garten befinden, können sie ein weißes Blatt auf den Boden legen. Sollte die Sonne scheinen, so finden die Grasmilben diese helle Oberfläche doch sehr ansprechend finden. Auf dem weißen Blatt lassen sich die roten Körperchen dann sehr gut erkennen.

    Bereits ausgewachsene Tiere sind schon ab April unterwegs. Während dieser Zeit ernähren sie sich überwiegend von Pflanzensaft. Sie leben oft im oberen Erdreich, häufig am Stängelgrund der Gräser oder Moose. Wenn es regnet oder Frost herrscht, dann sich die Spinnentiere über einen halben Meter tief in die Erde graben.

    Falls die Bedingungen es auch zu lassen und das Haus ganz in der Nähe steht, kann es sogar sein das die Grasmilben ins Haus einbrechen. Der Biss der Krabbler ist lästig, und wenn sie auch noch in einer Vielzahl antreten ist es kaum noch auszuhalten. Doch wenn man die Grasmilben ein wenig genauer betrachtet, dann lassen sich auch die Plagegeister vertreiben.

    Vorbeugung und Bekämpfung der Grasmilben

    1. Besprühen sie ihre Kleidung, Schuhe und die nackte Haut mit Zeckenabwehrmittel, das hält auch die Grasmilben fern.

    2. Bei hohem Gras oder einer Waldwanderung sollten sie geschlossene Schuhe anziehen und die Hose in die Schuhe/Socken stecken, damit kommen die Beißer nicht an irgendeinen geeigneten Platz um sich zu ernähren.

    3. Nach anstrengender Gartenarbeit sofort Duschen gehen und die Kleidung wird auch sofort gewaschen, damit sie nicht im Waschkorb überlebt.

    4. Wenn der Rasen im Frühjahr vertikutiert wird, entfernen sie alle Moose in ihrem Garten. Im Moos fühlen sich die Grasmilben besonders wohl.

    5. Regelmäßiges Rasenmähen kappt zumindest die Grasspitzen ab, auf denen die Larven auf einen Wirt warten.

    6. Bei anhaltender Trockenheit sollten Sie den Rasen bewässern. Die Grasmilben verziehen sich bei Feuchtigkeit wieder in den Boden.

    7. Das Haus muss mindestens 2 bis 3m vom Rasen entfernt stehen, so wird verhindert, dass sich die Grasmilben im Haus weiter vermehren.

    8. Zu direkten Bekämpfungszwecken bietet sich ein Grasmilben-Konzentrat an. Die Bekämpfung auf diesem Wege bringt nur wenig Erfolg.

    9. Mit einer Kalkstickstoff-Düngung wurden auch gute Erfahrungen, gegen die Grasmilben, gemacht. Wichtig ist dabei den Rasen vorher zu mähen und nur bei gutem Wetter den Dünger auszubringen.

    Grasmilben bekämpfen – den Plagegeistern den Kampf ansagen
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    3 Kommentare

    1. GESAMTURTEIL

      9.10

      Es juckt intensiv und lange

      Um an das Blut des Menschen zu kommen, gelangt die Larve zunächst auf den menschlichen Körper. Meist gelingt ihr das im hohen Gras. An einer geeigneten Körperstelle mit recht dünner Haut schlägt sie dann zu. Genauer gesagt beißt sie zu. Erst, um sich einen festen Halt zu verschaffen, dann um an das Blut zu kommen. Vor dem Biss zur Nahrungsaufnahme sondert die Larve jedoch erst Speichel ab, um die Haut für das weitere Eindringen aufzuweichen.
      Der Körper reagiert auf dieses Sekret mit der Bildung von Quaddeln, oft erst rund einen Tag nach dem eigentlichen Biss. Verbunden mit diesen Quaddeln ist ein sehr starker Juckreiz, der sich in den folgenden drei Tagen weiter intensivieren kann. Im Regelfall bleibt dieser Juckreiz dann bis zu zwei Wochen erhalten.

      Warum Kratzen hier verboten ist

      Wenn es juckt, dann will man kratzen. Davon soll Ihnen beim Biss durch die Larve einer Grasmilbe jedoch deutlich abgeraten sein. Von der Larve geht zwar keine Gefahr aus (sie ist nicht giftig und überträgt auch keine Krankheiten), aber durch das Kratzen entstehen Verletzungen an der Haut und aufgrund der langen Dauer bis zum Abklingen des Juckreizes entstehen oft Entzündungen.
      Sollte es zu einem Biss durch eine solche Larve gekommen sein, dann kann als Erste Hilfe ein Reinigen mit Alkohol hilfreich sein. Gegen den ständigen Juckreiz sollen alte Haumittel wie Essig, Zitronensaft oder Salzwasser helfen. Sollten Sie jedoch darauf nicht ansprechen, dann sei Ihnen ein Besuch in der Apotheke empfohlen. Dort hält man verschiedene Salben bereit, die den Juckreiz sehr gut unterdrücken können.

      Besser gar nicht beißen lassen!

      Vorsorge ist die beste Medizin, auch was die Milbenlarven angeht. Um möglichst vor Stichen sicher zu sein, lohnt es sich, hohes Schuhwerk zu tragen. Kombiniert mit langen Hosen und insgesamt geschlossener Kleidung haben es die Larven höchst schwer, überhaupt an den Körper heranzukommen.
      Da vor allem im Sommer diese Option nicht immer glücklich ist, sollten Sie sich alternativ mit Insektenschutzmittel einreiben. Auch Ihre Kleidung können Sie mit solchen Mitteln behandeln und den gewünschten Effekt der Abwehr damit noch verstärken.
      Nach dem Aufenthalt im Grünen sollten Sie immer duschen und Ihre Kleidung reinigen.

    2. GartenfriendScout

      Ich wusste auch nicht, das die Dinger so gefährlich sind für uns Menschen. Und ich wollte mich schon immer beschweren, wenn wir an unseren Zimmerpflanzen irgendwelche Lästlinge hatten. Seid wir das hier wissen, halten wir uns immer an die Regeln um einen Befall möglichst zu verhindern. Am besten entfernen wir das Moos im Garten, davon haben wir nämlich viel.

    3. Bei diesen Milben sollte man besonders aufpassen. Wenn sie einmal das Gras befallen haben, ist super schwierig sie zu vernichten. Wir hatten erst vor kurzem einen solchen Befall und es war schon fast unheimlich sich nicht mehr auf dem eigene Grundstück richtig bewegen zu können. Sie sind sehr gefährlich, meine Tochter reagierte auf die Bisse allergisch und musste in ärtztliche Behandlung deswegen. Wir haben die Tipps, die hier auch niedergeschrieben sind, befolgt und können jetzt wieder in Ruhe leben. Am wichtigsten ist die Gartengestaltung, es ist wichtig den Garten so unattraktiv wie möglich zu machen.