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Ackerkratzdistel Bekämpfung
Ackerkratzdistel bekämpfen

Ackerkratzdistel Bekämpfung

Die Ackerkratzdistel ist ein weit verbreitetes Unkraut und gehört zur Gattung der Korbblütler. Wer sie nicht haben will, muss lange Geduld zeigen bei der Bekämpfung und wer ein paar haben möchte, sollte gucken, dass sie sich nicht verbreiten.

Denn einerseits ist Unkraut natürlich immer lästig und in der Regel unerwünscht. Andererseits ist es wiederum in geringen Mengen und ohne Möglichkeit zur Ausbreitung nicht wirklich tragisch, sogar teilweise tierfreundlich, dazu später mehr.

Ackerkratzdistel entfernen – Keine einfache Sache

Wer fest entschlossen ist, dem Unkraut den Kampf anzusagen, der sollte bei Ackerkratzdistel schon etwas mehr Zeit einplanen. Die Bekämpfung ist mühsam und bis das Unkraut vollends verschwunden ist, kann es immer wieder vermehrt zurückkommen. Wichtig ist hier, dass man die Pflanze entfernt, bevor die Samen reif sind.

Sollte man nämlich zu spät kommen, dann hat sich die Ackerkratzdistel schon längst wieder vermehrt. Wie fast jedes Unkraut gehört natürlich auch nichts auf den Kompost nach der Entfernung, denn sonst breitet es sich dort wieder aus. Oft zeigt sich sogar erst nach Jahren ein positives Ergebnis.

Unser Lesetipp:

Wann ist die beste Bekämpfungszeit?

Am besten sollte man anfangen gegen die Pflanze vorzugehen, wenn sie eine Größe von ungefähr 10 bis 20 cm erreicht hat. Das wäre zum einen ca. Ende Mai , kurz bevor sich die Blüten das erste Mal bilden und zum anderen ca. Ende August, wenn die Pflanze noch mal austreibt. Die perfekte Größe zum ausrotten des Unkrauts hängt allerdings von dem Wetter ab.

Bei warmen Temperaturen und wenn es trocken ist, sollte man eher früher anfangen mit der Bekämpfung, bei feuchtem Wetter lässt man die Pflanze noch etwas länger wachsen, bevor man sie bestmöglich bekämpfen kann.

Mechanische Ackerkratzdistel Bekämpfung

Disteln ein einziges Mal allein auszumerzen bringt nichts. Auch zweimal wäre immer noch viel zu wenig, denn es gilt: Je öfter man die Schädlingspflanze bekämpft, desto weniger aggressiv verläuft die Ausbreitung später. Doch wie schon erwähnt, Geduld ist angesagt.  Gerade bei Handarbeit, also der mechanischen Bekämpfung, kann der Ein oder Andere etwas verrückt werden.

Kopf ab und Wasser rein

Klingt böse, ist aber recht effektiv. Kurz vor Regenfall und definitiv noch bevor Blüten gebildet werden muss man die Köpfe der Pflanzen entfernen und das möglichst tief, denn dann kann das folgende Regenwasser in die Stängel laufen und somit zur Verfaulung der Disteln beitragen.

Chemische Behandlung

Vorab muss man hier bemerken, dass eine rein chemische Behandlung allein nicht für die komplette Vertreibung der Disteln sorgen kann, da deren Wurzeln sich unterirdisch enorm ausdehnen. Chemische Produkte zur Bekämpfung wären zum Beispiel Clopyralid oder Glyphosat-Mittel.

Bei  Glyphosat-Mitteln ist es jedoch so, dass fast alle Pflanzen angreifen und somit eventuell mehr als gewollt kaputt gemacht wird. Clopyralid dagegen befasst sich fast ausschließlich mit dem auch wirklich zu entfernenden Unkraut, sodass die anderen Pflanzen größtenteils erhalten bleiben.

Tierfreundlich? Ja!

Ein oder zwei Disteln im Garten zu haben muss nicht verkehrt sein. Es gibt einige Insekten-/ und Schmetterlingsarten, die ohne diese Disteln nicht überlebensfähig sind. Denn die Ackerkratzdistel produziert nämlich auch Nektar, der nach Honig duftet. Einige Tiere haben sich speziell auf diesen Nektar produziert, ganz ohne die Pflanzen wären sie also verloren.

Anstrengend und mühsam, aber schlussendlich nötig

Es hilft also alles nichts, das Unkraut muss weg. Wie sie es jetzt genau anstellen bleibt ihnen überlassen, oder aber sie arbeiten sich mit den hier neu erfahrenen Infos durch ihren unkrautverseuchten Garten und bei genügend Geduld, der richtigen Herangehensweise und einem kleinem Händchen zur Gartenarbeit sollten sie in der Zukunft erfolgreich sagen können: „So, nach harter Arbeit und viel Fleiß sowie Zeit ist es vollbracht,  der Garten ist endlich befreit von den Ackerkratzdisteln.“