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Gift im Garten

Gift im Garten

Herbizide oder Pestizide, das sollten Sie zu Gift im Garten beachten.

Pilze, Krankheiten oder Insekten bedrohen die Pflanzen im Garten. Bei starkem Befall ist es in der Regel unumgänglich, Gifte zu verwenden, um das Problem in den Griff zu bekommen. Mit Gift im Garten muss jedoch sorgsam umgegangen werden. Nur so schützen man seine Pflanzen und schont die Natur.

Wann Gift verwenden?

Der Einsatz von Mitteln zur Bekämpfung von Schädlingen oder Krankheiten sollte gut überlegt sein. Sie sollten nur bei Bedarf eingesetzt werden. Handelt es sich um empfindliche Pflanzen, sollten Sie nicht zu lange zögern und rasch mit der Bekämpfung beginnen. Bei leichtem Befall etwa durch Blattläuse können Sie beispielsweise noch zum händischen Absammeln greifen. Verbessert sich die Situation nicht, und der Befall wird stärker, ist es sinnvoll entsprechende Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten zu verwenden.

Viele Pflanzenschutzmittel wirken nicht nur für den Moment, sondern bekämpfen die Probleme langfristig. Daher kann es vorkommen, dass bereits nach der ersten Behandlung kein weiterer Befall mehr auftritt bzw. es in einer späteren Wachstumsperiode nicht mehr notwendig ist, vorsorgliche Maßnahmen zu ergreifen.

Bei der Verwendung von Gift im Garten sollten Sie sich immer genau an die Anweisungen auf dem jeweiligen Mittel halten. Beachten Sie die richtige Dosierung, den korrekten Abstand bzw. die Häufigkeit der Anwendung. Dadurch ist gewährleistet, dass einerseits Schädlinge bzw. Krankheiten gezielt mit Gift bekämpft werden können, die Pflanze und die umliegende Natur jedoch nicht zu stark mit den Giften belastet werden.
Wer darf welche Gifte verwenden?

Nach neusten Verordnungen dürfen bestimmte Gifte mittlerweile nicht mehr so einfach an den Verbraucher abgegeben werden. Bestimmte Mittel erfordern eine spezielle Ausbildung, bei der die Handhabung bzw. die richtige Aufbewahrung vermittelt wird. Im Handel sind daher immer häufiger biologische Gifte zu finden. Diese Substanzen dürfen ohne vorherige Ausbildung von jedem Konsumenten im Garten verwendet werden. Beim Umgang mit einem Gift sollten Sie zumindest Handschuhe tragen, vorzugsweise auch Schutzkleidung.

Geräte, die mit Gift oder den befallenen Pflanzenstellen in Verbindung gekommen sind sollten Sie säubern. Verwenden Sie dazu gute Reinigungsmittel, um sicherzustellen, dass keine Keime oder Giftstoffe zurückbleiben. Befallene abgeschnittene Pflanzenteile sollten nicht auf den Kompost wandern, sondern z. B. gesondert in Sammelgruben gelagert werden. Über den Kompost können Bakterien auf andere Pflanzen übertragen werden.

Wie werden die Substanzen aufbewahrt?

Egal ob es sich um ein herkömmliches Mittel handelt oder um biologische Gifte, alle Substanzen müssen fachgerecht gelagert werden. Die Behälter mit den Mitteln müssen trocken und vor Sonneneinstrahlung geschützt aufbewahrt sein. Falls nicht bereits vorgeschrieben, empfiehlt es sich, die Substanzen in einem verschlossenen Behälter aufzubewahren. Dadurch verhindern Sie, dass Kinder oder Tiere die Mittel zu sich nehmen können.

Hat ein Behälter einen Riss oder eine andere schadhafte Stelle, an der das Gift austreten kann, entsorgen Sie den Behälter fachgerecht. Angaben zur Entsorgung finden Sie auf den Behältern der jeweiligen Mittel. Auf keinen Fall sollten kaputte Behälter oder Restbestände einfach im Restmüll entsorgt werden.

Welche biologische Alternativen gibt es?

Sind Gemüse oder Kräuter von Schädlingen befallen, können Sie zu biologischen Alternativen greifen. Biologische Gifte decken wie herkömmliche Mittel das gesamte Spektrum an Problemen im Garten ab. Es gibt beispielsweise chemiefreie Mittel gegen Blattläuse, Schnecken oder viele Krankheiten.

Die Wirkung gleicht mittlerweile häufig denen von nicht-biologischen Mitteln. Die Wirkung könnte maximal etwas verzögerter eintreten. Zudem kann es vorkommen, dass Sie ein natürliches Mittel mehrmals einsetzen müssen, da diese Substanzen Schädlinge evtl. nur vertreiben, statt sie zu töten.

Abbau der Substanzen, wie lange?

Die Angaben, wie lange es dauert, bis eine Substanz wieder abgebaut ist, finden Sie grundsätzlich auf den Behältern selbst. Der Großteil der Gifte, die im Garten verwendet werden können, werden bis zum Ende der Vegetationsperiode wieder abgebaut. Züchten Sie in Ihrem Garten Gemüse, achten Sie darauf, dass sich das verwendete Gift bis zur Ernte wieder abbaut.

Biologische Mittel bauen sich meist rascher ab, weshalb es notwendig sein kann, Pflanzen mehrmals zu behandeln. Behandelte Pflanzenteile sollten Sie auch hier nach der Ernte gesondert aufbewahren, damit für die neuen Pflanzen im nächsten Jahr keine Gefahr besteht.

Setzten Sie die Gift im Garten immer nur für den angegebenen Bereich ein. Unterschiedliche Gifte haben eine unterschiedliche Zusammensetzung und können bei anderen Pflanzen anders wirken bzw. es dauert länger, bis sie abgebaut sind.

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