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Unkrautwuchs im Rasen vorbeugen - 7 Pflegetipps für schöne Grünflächen

Unkrautwuchs im Rasen vorbeugen – 7 Pflegetipps für schöne Grünflächen

Ein gepflegter Rasen ist eine Bereicherung für jeden Garten. Leider gestaltet es sich teilweise aufwändig den grünen Teppich von Unkraut zu befreien und das Wachstum von Gras zu fördern. Schnell wird es verdrängt und die Rasenfläche gleicht einem chaotischen Durcheinander mit diversen Pflanzen. Dieser Ratgeber fasst wirkungsvolle Tipps zum Vorbeugen zusammen.

Regelmäßig vertikutieren

Vielerorts sind Rasenflächen von Moos geprägt. Besonders an schattigen und feuchten Stellen. Hinzu kommt Rasenfilz, eine Schicht aus abgestorbenem Gras, Wurzeln und ähnlichem. Beides nimmt den eigentlichen Graswurzeln den Sauerstoff, was sich negativ auf das Wachstum auswirkt. Das Gras wächst schlecht, während Unkraut leichtes Spiel hat und sich ausbreitet. Beim Vertikutieren werden derartige Bestandteile aus dem Rasen gezogen und der Boden geöffnet. „Durch das Aufreißen des Bodens und dem Entziehen von Unkraut wird der Rasen im gleichen Schritt auch belüftet.

Auf diese Weise werden dem Rasen neue Nährstoffe zugesetzt, sodass er im Anschluss einfacher wachsen kann“, ergänzt vertikutierer.org, ein Ratgeberportal rund um Vertikutierer. Dabei handelt es sich um Gartengeräte für die genannten Pflegearbeiten, die von Hand oder maschinell betrieben werden. Wird ein Rasen regelmäßig vertikutiert, hat das positiven Einfluss auf die Pflanzengesundheit und Optik. Mehr als zweimal pro Jahr sollte der Vorgang aber nicht durchgeführt werden.

Praktische Tipps zum Vertikutieren:

  • Ein Vertikutierer kommt im Idealfall zwischen April und September zum Einsatz.
  • Ausschließlich trockenen Rasen vertikutieren.
  • Rasen vorher auf zwei Zentimeter abmähen.
  • Erst längs dann quer über die Fläche gehen.
  • Nach dem Vertikutieren Moos und Unkraut gründlich entfernen und kahle Stellen mit Rasensamen bestreuen.

Hochwertigen Rasensamen verwenden

Vorbeugen beginnt beim Einkauf von Rasensamen. Billige Mischungen enthalten oft nicht nur Samen für klassisches Gras, sondern auch Unkraut beziehungsweise Grassorten, die nichts in einem Rasen gepflegter Privatgärten zu suchen haben. Das bestätigt auch der Norddeutsche Rundfunk: Demnach werden auch Samen für schnellwachsendes Futtergras untergemischt, die ursprünglich für Weidetiere gedacht waren.

Das Ergebnis: Nach der Aussaat wird das Gras vom Futtergras verdrängt, was nach der Wachstumsphase zu kahlen Stellen führt. Dort wachsen Löwenzahn und Co. dann umso schneller. Die Lösung: Teure Qualitätsmischungen. Entscheidend ist hier unter anderem die Bezeichnung „RSM“, die auf der Verpackung zu finden sein muss. Das Kürzel steht für Regelsaatgutmischung und bezeichnet Produkte, die von unabhängigen Laboren getestet wurden.

Die Aussaat Mitte Mai ist oft ideal, weil der Boden dann schon warm ist und das Saatgut besonders gut keimt. Vor dem Aussäen müssen die Samenmischungen gründlich gemischt werden.

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Rasen aerifizieren

Das sogenannte Aerifizieren ist nicht mit dem Vertikutieren zu verwechseln. Während der Vertikutierer hauptsächlich Unkraut entfernt, dient ein Aerifiziergerät dazu der Bodenverdichtung entgegenzuwirken, um den Wasser- und Lufthaushalt zu optimieren. Es handelt sich also um eine Art mechanischer Belüftung. Durch Aerifizieren können Wasser und Nährstoffe schneller in den Untergrund eindringen. Zudem wird der Gasaustausch verbessert.

Das gesunde Wachstum wird gefördert. Zur Durchführung können maschinelle Geräte oder Aerifiziergabeln sowie Aerifizierwalzen zum Einsatz kommen, die von Hand geführt werden. Sämtliche Aerifizierer schaffen im Boden neue Hohlräume. Der Rasen sollte zwischen März und Oktober aerifiziert werden. Die Häufigkeit der Maßnahme hängt von der Belastung der Fläche ab. Ein bis drei Mal jährlich ist in der Regel ausreichend.

Rasenmähen als Selbstverständlichkeit

Rasen muss regelmäßig gemäht werden. Dabei spielt aber nicht nur die Häufigkeit eine Rolle. Elementar ist die Einhaltung der korrekten Schnitthöhe. Keinesfalls sollte der Rasen nach dem Mähen kürzer als vier Zentimeter sein. Wird Gras zu kurz geschnitten, treibt es anschließend schlechter aus und das Wachstum wird gehemmt. In der Wachstumsphase im Frühling und Frühsommer ist einmal pro Woche Rasenmähen ratsam. Wenn es sehr heiß ist, genügt es alle zwei Wochen. Auch im Herbst kann der Schnitt auf 14 Tage hinausgezögert werden.

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Rasen düngen

Mangelt es an Nährstoffen, wächst Gras langsamer und Unkräuter breiten sich schneller aus. Deshalb sollte Rasen dreimal pro Jahr gedüngt werden. Besonders empfehlenswert ist Depotdünger, weil er langsamer in den Boden eindringt und die Pflanzen im Vergleich zu Flüssigdünger effizienter nährt. Drei Nährstoffe sind besonders wichtig: Stickstoff für ein kräftiges Wachstum, Phosphat für die Neubildung von Wurzeln und Kalium für die Pflanzengesundheit. Die Tabelle informiert über den angemessenen Anteil im Dünger:

Stickstoff 15-25 %
Kalium 8-10 %
Phosphor 3-5 %

Darüber hinaus sollte guter Dünger mit Magnesium, Eisen und Calcium angereichert sein. Die Düngung findet im Idealfall einmal im Frühjahr, Hochsommer und Spätsommer statt. Ein Streuwagen ist ein praktischer Helfer zum Ausbringen von Dünger.

Rasen wässern

Im Hochsommer leidet Rasen unter starker Hitze und wenig Feuchtigkeit. Um das Absterben der Pflanzen zu verhindern, ist regelmäßiges wässern unerlässlich. Die Bewässerung erfolgt am besten abends, wenn die Sonne nicht mehr direkt auf die Rasenfläche scheint. Ansonsten kommt es zu Verbrennungen. Das Gießen am Abend hat den Vorteil, dass das Wasser über die Nacht Zeit hat, um in den Boden einzudringen und von den Pflanzen aufgenommen werden kann.

Unkraut entfernen

Trotz aller vorbeugenden Maßnahmen lässt sich Unkraut im Rasen nie vollständig vermeiden. Um es möglichst komfortabel und rückenschonend zu entfernen, lohnt sich die Anschaffung eines Unkrautstechers. Im Video wird das Modell von Fiskars W52 vorgestellt. Ein Gartenbesitzer hat das Gartengerät getestet und als vorteilhaft beurteilt:

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