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Hahnenfuß bekämpfen
Hahnenfuß bekämpfen

Hahnenfuß bekämpfen

Ein fast überall auf der Welt vorzufindendes Unkraut ist der Hahnenfuß. Bei fast jedem Klima kann der Hahnenfuß gedeihen und ist auch auf fast jedem Kontinent anzutreffen. Seine Namensgebung ist auf seine Blätter zurückzuführen, welche Ähnlichkeit mit den Zehen von Hähnen aufweisen.

Die Pflanze kann bis zu 25 Zentimetern groß werden und sowohl eine kleine Form mit kleinen Blättern einnehmen, als auch großflächig sein. Die Blüten des Hahnenfußes glänzen meist in einem schönen, fast schon strahlenden Gelb. Es ist nicht nur eine der am weitesten verbreiteten Unkrautpflanzen, sondern mit über 600 Arten auch mit am artenreichsten. Die meisten davon sind in China und Umgebung zu finden.

Eine Gefahr für kleine Tiere und Menschen

Fakt ist: Hahnenfuß enthält giftige Inhaltsstoffe, meist gefährlich für die Haut oder Schleimhaut. Deswegen stellt er durchaus eine Gefährdung für kleinere Tiere und Kleinkindern dar. Sollten diese zum Beispiel während des Spielens auf der Wiese mit den Giftstoffen in Kontakt kommen, was durchaus passieren kann, da das Gift unter anderem hautdurchdringend ist, so kann das böse enden.

Denn bei kleineren Körpern kann es schneller zu Vergiftungen kommen und dabei spielt es keine Rolle ob Mensch oder Tier. Meist greift das Gift das Nervensystem an oder verursacht Magenprobleme. Durchfall und Krämpfe sind keine Seltenheit. In ganz schweren Fällen kann es sogar zur Atemlähmung kommen, jedoch ist dies eher seltener.

Noch leichter Befall?

Bei leichtem Befall reicht es meistens sich einen Unkrautstecher zu schnappen und das Unkraut, mitsamt seiner Wurzeln natürlich, herauszuziehen. Vorzugsweise sollten sie das nach starkem Regenfall machen, da die Erde dann noch am lockersten und einfachsten zu entfernen ist und sie somit das Risiko verringern, dass ihnen Wurzelreste in der trockenen Erde entgehen.

Starker Befall? – Hier hilft Chemie!

Sollte es sich um einen großen oder großflächigen Befall handeln, so kommt ihnen die Chemie zur Rettung. Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Thifensulfuron werden hier benötigt. Am besten setzen sie es ein, wenn der Hahnenfuß eine Höhe von 10 Zentimetern erreicht hat.

Bei zu spätem Einsetzen der Chemikalien kann es passieren, dass nicht alle Wurzeln erfasst und somit angegriffen werden. Sobald die Pflanzen eingegangen sind, sollten sie diese entfernen und auch peinlichst darauf achten, dass sie keine Reste vergessen, um der Möglichkeit einer Wiederausbreitung vorzubeugen.

Rasenpflege ist wichtig

Sollte sich der Hahnenfuß in ihrem Rasen so wohl gefühlt haben, dass sie ihn entfernen mussten, so ist es wichtig den Rasen weiterhin unkrautvorbeugend zu pflegen. Häufiges Rasenmähen ist hier aber nicht der einzige Schlüssel zum Erfolg. Hier gilt es ihren Rasen zu vertikutieren.

Dies ist eine spezielle Methode zur Unkrautvorbeugung, bei der man an den zuvor befallenen Stellen des Rasens Einschnitte vornimmt, um die Sauerstoffzufuhr zu erhöhen und für eine bessere Belüftung zu sorgen.

Heute giftig, früher das Gegenteil

Ähnlich wie beim Hirtentäschel, wurden einige Arten des heute als giftig und gefährlich eingestuften Hahnenfußes früher als Heilpflanze genutzt. Seine Verwendung fand er zumeist bei der Behandlung von Rheuma und Gicht, jedoch immer nur in kleineren Dosierungen, da man sich auch damals schon der giftigen Wirkung bewusst war, wenn auch nicht in ihrem ganzen Ausmaße.

Auch soll er gegen die Bildung und Verbreitung von Warzen geholfen haben, wobei er heutzutage in keiner Weise mehr gebraucht wird.

Der Gefährdung aus dem Weg gehen

Trotz aller Geschichten über den Hahnenfuß in seiner Funktion als Heilpflanze, sollte man immer daran denken, dass er eben doch giftig ist. Somit sollten sie sich und den Menschen in ihrer Umgebung den Gefallen tun und sich an die Ausmerzung dieses Unkrautes zu machen.

Gerade wenn sie kleine Kinder haben oder Haustiere, dann ist es wichtig das Risiko einer Vergiftung durch den Hahnenfuß möglichst einzudämmen.

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