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Gänseblümchen bekämpfen
Gänseblümchen bekämpfen

Gänseblümchen bekämpfen

Wer kennt es nicht? Schon kleine Kinder spielen liebend gerne auf den Wiesen, wo es nur so davon wimmelt. Jeder hat wenigstens einmal in seinem Leben mit dieser Pflanze in der Hand „er liebt mich, er liebt mich nicht“ aufgesagt und die Blüten nacheinander ausgerupft. Die Rede ist natürlich von den Gänseblümchen.

Die Blätter des bis zu 15 Zentimetern groß werdenden Pflänzchens wachsen in Bodennähe, während mittig dann der Stiel in die Höhe ragt. Auf diesem befinden sich die Blüten, mit einem saftigen Gelbton in der Mitte und einem schönen Weiß der sogenannten Zungenblüten.

Ihre Blütezeit haben die Gänseblümchen zwischen März und August, hauptsächlich aber in den Monaten April und Mai. Ursprünglich kommt die Pflanze aus dem Süden Europas, doch mittlerweile fühlt sie sich auch auf den mitteleuropäischen Wiesen sehr wohl.

Ein hübsches Unkraut

Natürlich sieht eine Wiese mit lauter Gänseblümchen ganz attraktiv aus, doch für Gärtner stellt die kleine Pflanze eigentlich ein Problem dar und gehört deswegen auch zu den Unkräutern. Sie verdrängen nach und nach den Rasen und stehlen diesem wichtige Nährstoffe.

Einfaches Mähen kann hier nicht zum endgültigen Erfolg führen, sondern nur teilweise den Rasen, zumindest optisch, von dem Unkraut befreien. Falls der Befall noch nicht allzu stark ist, sollte man jäten und die Pflanzen mit einem Unkrautstecher mitsamt ihren Wurzeln entfernen.

Chemische Bekämpfung der Gänseblümchen

Sollte ihr Rasen schon überfüllt sein vor lauter Gänseblümchen, dann wenden sie sich besser wieder an chemische Unkrautvernichter. Im Spritz-/ und Gießverfahren sollten sie jegliche befallene Fläche mit dem Unkrautvernichter eindecken.

Eine hier auch wieder anwendbare Methode ist der Einsatz von Dünger mit Unkrautvernichter. So lässt sich das Unkraut gut bekämpfen und sich bildende Lücken schließen sich relativ schnell. Hier ist es wichtig, wie bei fast jedem Unkraut, dass sie ausschließlich Unkrautvernichter einsetzen, da sie ansonsten ihren Rasen zerstören.

Nicht nur schön anzusehen – Auch noch schmackhaft!

Tatsächlich sind Gänseblümchen gesund für die inneren Organe und regen den Stoffwechsel an. Man kann sie beispielsweise einem Salat beimischen oder auch einen Quark oder eine Suppe damit zaubern. Sie haben ein leicht scharfes Aroma, können somit auch als Beilage zu Fleisch dienen. Um für einen optimalen Geschmack zu sorgen, sollte man die Gänseblümchen in ihrer Hauptblütezeit pflücken.

Heilende Wirkung

Auch in der Naturheilkunde findet man das Gänseblümchen wieder. Es gibt verschiedene Anwendungsarten, sehr beliebt ist hier der Gänseblümchen-Tee. Der Tee wird aus den Blättern der Pflanze gemacht und wirkt sich bei innerlicher Anwendung anregend auf Appetit, Verdauung und Stoffwechsel aus.

Bei äußerlicher Anwendung wird der Tee zur Bekämpfung von Hautausschlägen, unreiner Haut und Wunden benutzt. Auch kann man mithilfe einer Tinktur Gliederschmerzen und Quetschungen bekämpfen. Diese Tinktur wird meistens als Salbe oder als Bad oder Waschung angewandt.

Lieblingsunkraut

Wer Gänseblümchen zu den Unkräutern zählt, muss sich nun wohl oder übel eingestehen, dass diese mehr positive Seiten haben als negative. Sie zu entfernen macht sicherlich keinen Spaß, da sind wir uns wahrscheinlich alle einig.

Doch nachdem sie entfernt sind, sind sie noch in vieler Art und Weise nützlich. Ob das nun in der Küche ist oder bei der Schmerzlinderung, überall findet die kleine Pflanze eine Aufgabe. Viele wussten wahrscheinlich auch gar nicht, dass es überhaupt als Unkraut gilt und womöglich spielt das auch gar keine Rolle. Die Gänseblümchen werden wohl für immer das Image der sympathischen Pflanze tragen und nicht das verhasste Image eines Unkrauts.